Liebe Leserinnen und Leser!
„Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen.“
So spricht Jesus in seiner berühmten Bergpredigt. Er hält sie am Beginn seines öffentlichen Wirkens, und sie ist Programm: Eine Zusammenfassung seiner gesamten Botschaft.
„Hütet euch, eure – Gerechtigkeit – vor den Menschen zur Schau zu stellen.“
Vielleicht sollten wir „Gerechtigkeit“ durch „Glauben“ oder „Frömmigkeit“ ersetzen. „Hütet euch, euren Glauben, eure Frömmigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen.“
Die Heiligen Vierzig Tage haben begonnen, wir nennen sie auch Fastenzeit. Wir sind aufgerufen, unser Leben zu bedenken und zu erneuern. Jesus regt uns mit konkreten Beispielen dazu an. Heute müssten Almosen, Beten und Fasten vielleicht noch ergänzt werden durch Medienverhalten. Wie viele Stunden pro Tag verbringe ich mit den Medien, vor dem Fernseher, am Computer, Tablet oder Handy? Mit welchen Dingen beschäftige ich mich da? So müsste man das Anliegen Jesu für die heutige Zeit umformulieren. Ja unsere gesamte Lebensweise sollten wir in dieser Zeit auf den Prüfstand stellen. Ehrlich und ohne Selbstbetrug. Und Konsequenzen ziehen: Ganz privat, nicht vor aller Augen. Das heutige Evangelium gibt einige Impulse dafür. So kann Ostern zu einem echten Neuanfang werden.
Für die Pfarrgemeinde aus Reifferscheid
Alfred Urhahn








