100 Jahre St. Katharina Herhahn

Am 12. Juli 2026 feierte unsere Pfarre St. Katharina Herhahn-Morsbach ihr 100-jähriges Jubiläum.
Rektoratskirche St. Katharina
Die der heiligen Katharina geweihte Rektoratskirche von Herhahn wurde in den Jahren 1925-26 erbaut. Zunächsf war sie nur Kapelle, wurde aber dann im Jahre 1948 zur
Rektoratskirche erhoben. Bis zum Jahre 1926
mußten die Ortsbewohner nach Olef zur
Kirche gehen, das damals noch zur Gemeinde Dreiborn gehörte und dessen Kirche ur-sprünglich für den gesamten Gemeindebezirk zuständig war.
Einen Sonntagsgottesdienst gab es alledings schon vorher in einem eigens dazu herge-
richteten Raum der alter Herhahner Schule. Die Zugehörigkeit zur Pfarre Olef blieb bis zum Jahre 1948 bestehen, obwohl seit 1934 schon ein ständiger Seelsorger in Herhahn wohnte.
Die Kirche besitzt einen modernen Altar und eine neue Orgel. Sie birgt einen Taufstein aus dem Jahre 1702, der bei der Evakuierung Wollseifens im Jahre 1946 nach Herhahn gebradıt wurde; ebenso die Reliquien aus dem Hochaltar der Wollseifener Pfarrkirche.
Aus dem Pfarrarchiv des Generalvikariats Aachen um 1960
Wolseiffen-Herhahn, St. Katharina
Pfarre rnit 700 Katholiken und
36 Nichtkatholiken.
Geschichtliches: Eine Kapelle bestand in Wolseiffen offenbar schon in den ersten Jahrzehnten des 16. Jh., 1660 erfolgte ihre Abtrennung von Olef und Erhebung zur Pfarre. Erster Pfarrer war Johannes Berg bis 1665.
Die ersten Pfarrer waren z.T. Zisterzienser aus Mariawald. Seit Mitte des 18. Jh. War an der Kirche ein Frühmeßbenefizium vorhanden. Von 1802 bis 1818 gehörte W. zum Bistum Lüttich, dann zur Diözese Aachen; 1825 kam es wieder zu Köln. Die Gemeinde Wolseiffen wurde im Krieg 1945 fast vollstandig zertört. Nach Kriegsende wurde der Ort in das Sperrgebiet des Truppenübungsplatzes Vogelsang einbezogen. Die wenigen noch ansässigen Bewohner mußten den Ort verlassen.
und wurden in anderen Eifelgemeinden angesiedelt. Ein Teil verblieb in Morsbach, das zur Pfarre Wolseiffen gehört hatte.
Das seit 1948 bestehende Rektorat Herhahn, das zur Pfarre Olef gehörte, wurde 1957 rnit der Pfarre Wolseíffen vereinigt. Seitdem ist der Sitz des Pfarrers der in „Wolseiffen-Herhahn“ umbenannten Pfarre in Herhahn.
Der Walberhof, im Gelände der Burg Vogelsang aufgegangen, ist wohl ein karolingischer Königshof gewesen und gehört seit 1145 dem Kloster Steinfeld. Die dazugehörende Wal- burgiskapelle, heute nur noch geringe Mauerreste und 1679 bereits ver- fallen, soll Karl d. Große dem Papst Leo Ill. als Jagdkapelle erbaut haben, als er 804 dessen Gast in Aachen war.